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Warum ich nicht mehr schreiben mag

Montag, 22. Januar 2018

Hallihallo,

ich melde mich auch mal wieder und das auch eigentlich nur um Tschüss zu sagen. Vielleicht entscheide ich mich später nochmal wieder zu schreiben, aber jetzt will ich das erstmal nicht.

Mein Blog war jahrelang eine Art Taschentagebuch für mich und hat mir (mehr oder weniger gut) geholfen meine Gedanken und Gefühle zu sortieren, ohne mich in ihnen zu verlieren. Das hat letztendlich auch nicht mehr geklappt, aber es war dennoch meine Stütze, auch wegen den unglaublich tollen Menschen, die ich hier kennengelernt habe (Edna: Du wirst das sehr wahrscheinlich nicht lesen, aber ich bin so froh dich kennengelernt zu haben und ich hab dich über die Jahre echt liebgewonnen).

Leider tut mir mein eigener Blog nicht mehr gut. Er ist zu einem schlechten Einfluss geworden. Jedes Mal wenn ich auf diesem Blog schreibe, dann färben sich meine Gedanken wieder in dieses Durcheinander aus schwarz/dunkelgrau/grau/anthrazit/quecksilber. Es ist ein wenig wie ein Sog, der mich in alte Denkmuster zieht. Ich habe Angst mich darin zu verlieren, wenn ich nicht aufpassen, bzw. wenn ich mich lasse.

Mir geht es besser. Sehr viel besser. Ich kann mich selbst leiden und quäle mich nicht mehr selbst. Ich habe verstanden, dass ich mich selber schlecht behandle, wenn ich nichts esse - ganz egal wie toll sich das in meiner Erinnerung angefühlt hat. Es fühlt sich tausendmal besser an sich selbst sagen zu können, dass man es nicht verdient so behandelt zu werden. Ich habe aufgehört mich zu verletzten, auch wenn es so so schwer war und so so lange gedauert hat. Ich habe mich eine halbe Ewigkeit so sehr damit identifiziert, dass ich gar nicht mehr daran vorbei gucken und denken konnte. Diesen Teil konnte ich kaum loslassen. Eigentlich kann ich erst seit ein paar Wochen oder Monaten sagen, dass ich mich nicht mehr verletze. Vorher hat es sich nie vollständig abgeschlossen angefühlt, sondern viel eher wie ein kläglicher Versuch oder Selbstbetrug, der zum Scheitern verurteilt ist. Aber jetzt ist es vorbei. Ich habe es seit 1,5 Jahren nicht mehr gemacht und ich habe gelernt Gefühle zu ertragen, sie zu akzeptieren und sie dann wieder loszulassen, statt sie zu verdrängen.

Ich bin zwar noch nicht hundertprozentig da wo ich sein will, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Ich mag mich :) Ich habe meinen Bachelor vor kurzen abgeschlossen und studiere jetzt sogar das, was ich mir immer eingeredet habe nicht zu verdienen. Es hat 5 Semester gebraucht bevor ich dies zugeben konnte und jetzt bin ich so glücklich damit!

Mir gehts gut! Ich brauche diesen Blog nicht mehr, bzw. ich weiß, dass er mir potenziell wehtun kann, wenn ich hier schreibe. Ich werde hier immer noch rumgeistern und Blogs verfolgen, nur werde ich halt nichts mehr schreiben.
Wenn mich irgendjemand erreichen möchte - aus welchen Gründen auch immer..ich hör auch ganz gerne zu, wenn irgendwas ist :) - dann ist ganz unten bei dem t mein Tumblr verlinkt. Da kann man mir jederzeit schreiben.

Alles Liebe und macht's gut,
Ally

(bearbeitet, 13.10.18)

2 Kommentare:

  1. Es ist wundervoll zu lesen, dass es dir gut geht. :)

    Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe! ♥

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  2. Es is schön etwas von dir zu lesen. und ich wünsche dir das allerbeste! Es freut mich so sehr das es di gut geht!
    Ich verstehe dich, ich bin heute das erste mal seit 2 Jahren wieder hier und es fühlt sich echt wie ein Sog an. Man muss da abschließen wo es aufgehört hat zu helfen, weil sich selbst runter zu ziehen, nein das brauchen wir nicht!
    Ein herz an dich meine liebe!

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Ich würde mich über jedes Kommentar freuen :)